Selection #1 | Spacing Time

OmU: (lingua): Originalfassung mit nicht deutschen Untertiteln (original version with non german subtitles)

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80 min

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FRACTO EXPERIMENTAL FILM ENCOUNTER

In this program, time appears as a framed, liminal space that exceeds measurement, unfolding through its own finitude. The films bring time, space, and memory into play: glancing toward an optical unconscious, rapid montages of fragmented reconstruction, observation, and the settling of terrain into landscape anomalies. Film moves between presence and absence, intimacy and vastness, visibility and invisibility, approaching what lies beyond the frame; the familiar and the unfamiliar, past and present, persist in a continuous movement of re-encounter and loss held in tension.

Bild © fracto

© fracto

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Vom 27. - 31. Mai lädt FRACTO zu seiner neunten Ausgabe ins ACUD Kunsthaus in Berlin ein. Seit 2017 widmet sich das Festival dem avantgardistischen und experimentellen Film und schafft einen Raum für filmische Formen, die Wahrnehmung, Materialität und die Grenzen des Bildes erforschen.
Im Zentrum des diesjährigen Programms stehen 61 Filme aus Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien, die sich zwischen Abstraktion, körperlicher Präsenz und filmischer Einschreibung bewegen. Die Werke eröffnen sinnliche Bildräume, in denen Licht, Bewegung und Materialität neue Formen des Sehens und Erfahrens ermöglichen.
Drei Fokusprogramme widmen sich KünstlerInnen, die das experimentelle Kino auf unterschiedliche Weise prägen: Die französische Filmemacherin Cécile Fontaine arbeitet mit Collage, Kratzungen, Überlagerungen und Found Footage und untersucht Film als physisches Material. Peter Todd richtet seinen Blick auf alltägliche Beobachtungen und entwickelt daraus ruhige, präzise Bildkonstellationen. Ein weiterer Fokus präsentiert restaurierte Arbeiten von Moucle Blackout, deren Filme durch Farbe, optische Transformation und materielle Prozesse eine besondere Position innerhalb der Avantgarde einnehmen.
Die Hauptsektion versammelt internationale Positionen zeitgenössischen experimentellen Films und bringt Arbeiten von KünstlerInnen aus unterschiedlichen filmischen und kulturellen Kontexten zusammen. Ergänzt wird das Programm durch die neue Reihe Experimental Film Treasures #1, die sich dem Langfilm im experimentellen Kino widmet und historische wie zeitgenössische Arbeiten miteinander in Beziehung setzt.
Abgerundet wird das Festival durch Workshops, Gespräche und Expanded-Cinema-Formate, die den Austausch zwischen Publikum und Filmschaffenden vertiefen. FRACTO verbindet dabei filmische Forschung, ästhetische Erfahrung und internationale Perspektiven zu einem Ort, an dem experimentelles Kino in seiner Vielfalt sichtbar wird.