Mit eigenen Augen

Vorstellungen vom 11.11.2021 bis zum 30.11.2021.

Infos

Deutschland 2020
Sprache(OF): deutsch
Regie: Miguel Müller-Frank
Drehbuch: Miguel Müller-Frank
110 min
FSK 12

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IMDb (english)

Berliner Kinostart

Monitor gehört zu den renommiertesten Politikmagazinen im deutschen Fernsehen und ist seit seiner Gründung im Jahr 1965 bekannt für investigativen, meinungsstarken und häufig auch polarisierenden Journalismus. Heute wird die Sendung alle drei Wochen in der ARD ausgestrahlt und erreicht durchschnittlich zwischen zwei und drei Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer.
Der Dokumentarfilm MIT EIGENEN AUGEN beobachtet die Redaktion rund um Moderator und Redaktionsleiter Georg Restle bei der täglichen Arbeit und konzentriert sich dabei auf die Entstehung einer Monitor-Sendung.

Als die ersten Beiträge bereits in Produktion sind, wird öffentlich, dass der Rechtsextremist Stephan E. als dringend tatverdächtig gilt, den CDU-Politiker Walter Lübcke erschossen zu haben. Das Journalistenteam reagiert auf die neue Situation und stellt die geplante Sendung kurzfristig um. Unter Zeitdruck beginnt eine aufwändige Recherche zum Thema Rechtsterrorismus, in deren Verlauf die Redaktion exklusive Informationen zum Tatverdächtigen erhält. Doch als ihre Berichterstattung in Frage gestellt wird, gerät die Produktion ins Stocken.

Der Film liefert einen differenzierten und einmaligen Einblick in die Realität und den Aufwand journalistischer Arbeit. MIT EIGENEN AUGEN eröffnet dem Publikum die Möglichkeit, die Bemühungen des Redaktionsteams um die Fakten im Zeitalter der großen Unübersichtlichkeit mitzuerleben. Und es bleibt ein Kraftakt, sich der Dynamiken medialer Hyperbeschleunigung zu entziehen.

„Mit eigenen Augen erlebt die Zuschauer*innen, wie guter Journalismus geht.“ ver.di/Menschen machen Medien

„Dabei ist ein faszinierender Einblick in den modernen Journalismus entstanden...“ Film-Rezensionen.de

„Ein schnörkelloses Plädoyer für faktenorientierten Journalismus - ein hohes Gut in Zeiten von Fake-News und des Vorwurfs der sogenannten ´Lügenpresse´.“ NDR

“In provozierender ‘Fly on the Wall’-Manier…” filmdienst.de

„Das ist oft zäh, aber gerade dadurch mitreißend, denn im Laufe von MIT EIGENEN AUGEN wird überdeutlich, was für ein Wert diese Art von Journalismus hat: Wenn eine Redaktion Zeit und Möglichkeiten hat, genau zu recherchieren, nicht genötigt ist, wegen einer Schlagzeile schnell und ungenau zu sein, wenn es nicht um Drama, sondern um Information geht.“ Indiekino

“…bis zur Perfektion gelungene Zurückhaltung…“ epd Film

„faszinierend, gerade weil Müler-Frank nicht wegschneidet, sondern bei einer Entscheidungsfindung oder einem Gespräch zweier Mitarbeiter von Monitor dabei bleibt." choices / trailer

„Es geht darum, zu zeigen, wie hier im Maschinenraum des Journalismus investigativ nach Tatsachen geforscht wird, wie sie auf ihren Gehalt abgeklopft werden, wie sie verifiziert und nochmal verifiziert werden. Ob man dabei tatsächlich zum Publikum des ´Monitor´ gehört, ob man die Sendung gelegentlich, regelmäßig oder auch nie ansieht, ist ebenso nebensächlich: Müller-Frank führt ein Beispiel vor, das höchst anschaulich all die ´Lügenpresse´- und ´Fake-News´-Legenden ad absurdum führt, die von allen möglichen Seiten das Misstrauen an Medien und Medienfreiheit schüren wollen.“ Kino-Zeit

„Wie schon in dem ähnlich gelagerten Dokumentarfilm ´Hinter den Schlagzeilen´ wird im Verlauf der Beobachtung deutlich, dass dem professionellen Journalismus eine Wächterfunktion in der Gesellschaft zukommt, für die es keinen Ersatz gibt.“ spielfilm.de

„Dabei fängt der Film einen nahezu magischen Prozess ein: wie sich aus einem großen Durcheinander zum letztmöglichen Zeitpunkt doch Ordnung und Kohärenz einstellen. Als Zuschauer ist man mittendrin...“ tip Berlin

Filmpreis NRW/ Aus der Jurybegründung:
„Der Dokumentarfilm MIT EIGENEN AUGEN von Miguel Müller-Frank zeigt anhand des Büroalltags beim WDR-Politmagazin Monitor, wie Nachrichten gemacht werden. Bei stetig steigendem Druck angesichts nahender Deadlines versucht die Redaktion, sowohl den eigenen Ansprüchen an kritischen Investigativjournalismus gerecht zu werden als auch der Konkurrenz im News-Wettbewerb einen Schritt voraus zu sein.
Laura Emma Hansens Kamera beobachtet das hektischer werdende Geschehen durchgehend mit stoischer Ruhe. Dieser Kontrast ist so wesentlich wie die Tatsache, dass der Film die Büroräume nie verlässt. Die Konzentration gibt den Zuschauer*innen viel Raum und Zeit, redaktionelle Strukturen und Hierarchien zu erfassen.
Wir dürfen uns, wie es der Titel verspricht, selbst ein Bild vom journalistischen Betrieb und seinen Bedingungen machen.“