Forum - L'empire de la perfection (In the Realm of Perfection)

Vorstellungen vom 20.02.2018 bis zum 20.02.2018.

Infos

Frankreich 2018
Sprachen(OF): englisch, französisch
Regie: Julien Faraut
91 min

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IMDb (english)

Berlinale Goes Kiez

In den 80ern versuchte ein Filmteam, das Tennisspiel John McEnroes zu analysieren. Während der French Open wird er zum Helden, Subjekt, Regisseur auf dem Platz. Ein verblüffender Blick auf die Parallelen von Film und Spiel: Das Kino lügt, der Sport nicht.

Szenen eines schwarzweißen Lehrfilms über Tennis. Der Kommentar erklärt, dass die Spieler fälschlicherweise davon ausgingen, dass ihre Trockendemonstrationen den Bewegungen im Match entsprächen.
Diese Beobachtung und Jean-Luc Godards Zitat „Das Kino lügt, der Sport nicht“ aus einem Interview mit der Sportzeitung „L’Équipe“, sind Ausgangspunkt für eine Studie über Körper und Bewegung, Tennis und Kino im Spiegel der analogen Technik.

Es beginnt mit dem Besuch im nationalen Sportarchiv, in dem Zelluloidschätze begraben liegen. 16-mm-Filme über die Auftritte des Linkshänders John McEnroe im Stadion Roland Garros. In Zeitlupe und aus verschiedenen Perspektiven sieht man seinen sich nach hinten krümmenden Rücken, seine eigenwillige Fußstellung beim Aufschlag. Dann wird in Realzeit das kraftvolle Ergebnis dieser Bewegung demonstriert. Musik verwandelt wiederum einzelne Szenen in Rockopern oder auch in Italo-Western von epischer Länge.

Geht es beim Tennis nicht darum, zum Regisseur des eigenen Spiels zu werden?
John McEnroe spielte gegen seine legendären Wutausbrüche an und überspielte sie zugleich. In Großaufnahmen erlebt man eine einsame Spielerpersönlichkeit, die ganz bei sich ist.

Karten gibt es ab Montag, 12.02. an allen Vorverkaufsstellen der Berlinale und ab 17.00 Uhr im ACUDkino.


Plot: Scenes from a black-and-white instructional film about tennis. The commentary explains that the players erroneously assumed that their demonstrations corresponded to the actual movements made in a match. This observation and Jean-Luc Godard’s statement that “Movies lie, not sports” taken from an interview with the "L’Équipe" sports magazine form the starting points for a study on the body and movement, on tennis and the cinema as reflected in analogue technology. It begins with a visit to the national sports archive, where celluloid treasures lie buried. 16-mm films about the performances of John McEnroe, a left-hander, at the Roland Garros Stadium. In slow motion and from different perspectives, we see his back bend and the unconventional position of his feet when serving. The formidable result of this movement is then demonstrated in real time. Music transforms individual scenes into rock operas or Italo-Westerns of epic length. Isn’t tennis all about becoming the director of your own game? John McEnroe played against his notorious temper tantrums and covered them up at the same time. In close-ups, you see the solitary personality of a player at one with himself.