1918 - Aufstand der Matrosen

Vorstellung am 09.11.2018

Infos

Deutschland 2018
Regie: Jens Becker
Buch: Jens Becker
Darsteller: Ernst Stötzner, Gustav Peter Wöhler, Henriette Confurius, Lucas Prisor
90 min

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IMDb (english)

Premiere mit Gästen

Das Dokudrama von Jens Becker erzählt die Geschichte des Kieler Matrosenaufstands am Ende des Ersten Weltkriegs. Dieser war die Initialzündung für die revolutionäre Bewegung, die im November 1918 das Deutsche Reich ergriff und zum Sturz der Monarchie sowie zum Ende des Ersten Weltkriegs führte.

Die Heizer des Kriegsschiffes SMS „König“ löschen auf hoher See das Feuer in den Kesseln. Sie retten damit ihr Leben vor einem sinnlosen Opfertod in den letzten Tagen des I. Weltkrieges und setzten ein anderes Feuer in Gang – das der Revolution.

Im Zentrum stehen der Matrose Karl Artelt (Lucas Prisor), seine Verlobte Helene Hartung (Henriette Confurius) sowie deren Bruder August (Alexander Finkenwirth). Karl stellt sich an die Spitze der aufständischen Matrosen. Helene teilt seine Ansichten, doch ihr Bruder August lehnt revolutionäre Gewalt als Mittel zur Veränderung der Gesellschaft ab. Er will Helene von Karls Ideen abbringen. Helene entscheidet sich dafür, an Karls Seite für die Änderung der Verhältnisse zu kämpfen.

Parallel dazu erlebt der Zuschauer die Konflikte des neuen Gouverneurs von Kiel, Admiral Wilhelm Souchon (Ernst Stötzner), der zwar Monarchist ist, den verlorenen Krieg aber der Unfähigkeit Kaiser Wilhelms II. anlastet. Sein Stab fordert von Souchon hartes Durchgreifen. Doch er entscheidet sich gegen ein Blutvergießen und will die Krise in Verhandlungen lösen. Dafür holt er den MSPD-Reichstagsabgeordneten Gustav Noske (Rainer Reiners) nach Kiel. Noske übernimmt die Führung, entmachtet Karl Artelt, setzt Wilhelm Souchon als Gouverneur ab und beendet den Aufstand durch Intrigen in wenigen Tagen.

Während tausende Menschen in Kiel noch die Gefallenen des Aufstandes ehren, tragen die aus Kiel in die Heimat abreisenden Matrosen schon den Funken der Revolution ins ganze Reich - die Novemberrevolution beginnt.

Der Film verwebt die Spielhandlung mit historischem Bildmaterial aus Kiel sowie Berichten von Zeitzeugen. Im Interview reflektieren die Politiker Björn Engholm und Sahra Wagenknecht sowie Flotillenadmiral Kay-Uwe Schönbach die Bedeutung der Ereignisse für den Beginn der deutschen Demokratie.

Im Anschluss an die Vorführung findet ein Gespräch mit dem Regisseur Jens Becker und den Hauptdarstellern Lucas Prisor und Alexander Finkenwirth statt. Moderation: Uta Kolano.