Night Shot (Visión Nocturna)

Vorstellungen vom 12.11.2021 bis zum 13.11.2021.

Infos

Chile 2019
Sprache(OF): spanisch
Regie: Carolina Moscoso
Drehbuch: Carolina Moscoso, María Paz González
80 min

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IMDb (english)

5. Visionär Film Festival Berlin – Encounters With New Talents

Acht Jahre nach ihrer Vergewaltigung an einem Strand in der Nähe von Santiago stellt eine junge Filmemacherin ein Kaleidoskop aus Dutzenden Videotagebüchern zusammen, welche die Wunden des Missbrauchs, die sie erneut viktimisierenden Gerichtsverfahren und die sie begleitende Freundschaft zeigen, in einer Reise, aus der sich die Frage ergibt: Was ist eine Vergewaltigung wirklich, und wann endet sie?

Vision Nocturna, der Debütfilm der chilenischen Regisseurin Carolina Moscoso und der Gewinner des Gran Prix des Internationalen Wettbewerbs der FIDMarseille 2020, ist ein intimes, feminines und feministisches Metakino-Werk.
In Form eines Bewusstseins- und Bilderstroms vermittelt es uns die Dunkelheit und das Licht von Carolinas Erinnerungsprozess. Ihr unentwegt gefilmter Mikrokosmos ist ein Schutz vor dem Schock, den sie erlebte und wieder erlebt. Kunst hat in diesem Fall mehr denn je die Macht, zu erinnern und zu heilen, dem Schmerz eine andere Form zu geben, der vom Persönlichen gesellschaftspolitisch wird.
Vision Nocturna zeigt uns das volle Potenzial und die Stärke des Metakinos.

Carolina Moscoso (Santiago de Chile, 1986) studierte an der Universität von Chile und hat einen Master in Gestaltung von Dokumentarfilmen an der Universität Pompeu Fabra in Barcelona. Als Regisseurin und Cutterin arbeitete sie an Animationen, Videoclips, Theater- und audiovisuellen Projekten. Ihr nächster Film ist in Vorbereitung: I will never be a police officer. Sie bearbeitet den Schnitt für den Film Históricas unter der Regie von Javiera Court und Grace Lazcano.
Maria Cera


Plot: Eight years after being raped on a beach near Santiago, a young filmmaker arms a kaleidoscope with dozens of video diaries, showing the wounds of the abuse, the re-victimizing legal proceedings and the friendship that accompanies it, in a voyage from which the question arises: What is a rape, really, and when does it end? Vision Nocturna, the debut film of the Chilean director Carolina Moscoso and winner of the Gran Prix of the International Competition at FIDMarseille 2020, is an intimate, feminine and feminist metacinema work. In the form of a flow of consciousness and images, it delivers us the darkness and light of Carolina’s recollecting process. Her incessantly filmed microcosm is a protection from the shock she lived and lives again. Art, in this case more than ever, has the power to recall and cure, to give another form to a pain that from private becomes social, political. Vision Nocturna shows us all the potential and power of the metacinema. Maria Cera