Bad Bad Winter

Vorstellung am 04.04.2019

Infos

Kasachstan, Frankreich 2018
Sprache(OF): russisch
Regie: Olga Korotko
Drehbuch: Olga Korotko
Darsteller: Marat Abishev, Tair Magzumov, Tolganay Talgat, Zhalgas Jangazin
116 min

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IMDb (english)

Visionär Film Festival

Das Visionär Film Festival geht in die 3. Runde.
Von 3.-7. April 2019 werden im ACUDkino Debütfilme aus der ganzen Welt gezeigt.

Diana, die Tochter eines Unternehmers aus Astana kehrt in die Stadt ihrer Kindheit zurück um das Haus ihrer Oma zu verkaufen. Überraschend bekommt sie dort Besuch von ihren ehemaligen Klassenkamerad*innen, doch die Stimmung des freundlichen Treffen kippt, als sie ihr erzählen, dass sie gerade einen Mord begangen haben und nun Geld brauchen, um sich davon rein zu waschen.
Dinara Verweigerung bringt ihre einstigen Freund*innen dazu, nur noch brutaler vorzugehen und bald sind sie nichts weiter als eine Gruppe Menschen unterschiedlicher sozialer Klassen. Zwischen ihnen entbrennt ein Konflikt aufgrund ihrer unterschiedlichen Standpunkte, Weltsichten und Lebensweisen.
Jede Seite hat ihre Berechtigung aber die Situation führt letztendlich zu einem weiteren Verbrechen, das noch grausamer ist, als das ursprüngliche.

In einer isolierten und vergessenen Welt ist Dinara eine düstere Heldin, die Zeugin von unaufhörlicher Ungerechtigkeit und Missbrauch wird. Der Mikrokosmos, den uns die Regisseurin Olga Korotko aufzeigt, markiert den Übergang zum Erwachsenenleben dieser ehemaligen Klassenkamerad*innen.
Die unerbittliche Kamera durchkreuzt die Stille, Gesten und Blicke dieser modernen Dostoewski’schen Charaktere, die das Gewicht und das Erbe der sowjetischen Utopie auf ihren Schultern tragen: durch ihre Linse beobachten wir die langsame, unumkehrbare und heimtückische Zersetzung von Freundschaft, Gerechtigkeit und Moralität in dem neuen Klassensystem. Unbewusst ihrer Privilegien versucht Dinara vergeblich ihre Unschuld zu retten.
Bad Bad Winter richtet den Fokus gekonnt auf das verdrehen der Rollen. Die Opfer werden zu Tätern, die sich ihrer letzten moralischen Bürden entledigen: Die Wölfe schlafen nur.

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A daughter of an Astana businessman, Dinara, comes to the city of her childhood to sell her grandmother's house. Suddenly, former classmates come to visit her, and a friendly meeting grows into something else when they tell her that recently they committed a murder and now they need money to 'get clean.'
Dinara's refusal provokes classmates to act more harshly and tougher and very soon they arrive from being former classmates to being just a group of people from different social strata. Between them, there is a conflict based on differences of view, worldviews and way of life.
Each side has its truth, but the whole situation, in the end, leads to another crime - crueler than that from which it all began.

In an isolated and forgotten world, Dinara is a dark heroine who witnesses endless injustice and abuse. The microcosm that the director Olga Korotko shows us marks the transition to adult life of these young former classmates. The implacable camera crosses the silence, the gestures, the looks of the modern Dostoevskian characters wearing the weight and legacy of the Soviet utopia: we witness the slow, irreversible and insidious corruption of friendship, justice and morality within the new class system. Dinara, in her unconscious privilege, will try in vain to resist the loss of innocence.
Bad Bad Winter focuses perfectly on the reversal of roles. The victims are transformed into executioners, themselves deprived of the last moral burdens: the wolves are just asleep.

Tickets cost 7,50€.


Plot: A businessman's daughter has some unexpected guests - her former classmates. A happy reunion becoming more complicated when guests tells her that they need some money to cover the murder they've committed.