Playa del Futuro

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Vorstellungen vom 30.06.2005 bis zum 13.07.2005.

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Eine liebevoll ruhig erzählte, melancholische Geschichte über die Liebe, über die Sehnsucht nach dem Aussteigen und dass es überall dort schöner ist, wo wir nicht sind...
Peter Lichtefeld hat definitiv ein Faible für abgeschiedene Bahnhöfe am Ende der Welt. Wie schon sein Erstling "Zugvögel... einmal nach Inari" lebt "Playa del Futuro" von der unverwechselbar-provisorischen Bahnhofsatmosphäre zwischen Ankunft und Abfahrt und von dem besonderen Blick auf die Menschen, für die diese Orte Heimat und Mittelpunkt der Welt sind. In seinem neuen Film "Playa del Futuro" geht es um Gestrandete, die in einem Bahnhofsrestaurant in Andalusien hängengeblieben sind. Hier siedelt Lichtefeld seine Geschichte um sechs Hauptfiguren an, deren Wege sich mehr oder weniger zufällig kreuzen. Da ist z.B. Jan (Peter Lohmeyer), der große Träume hatte, damals vor 15 Jahren, als er mit Rudi und Kati gemeinsam die Ausbildung zum Koch beendete. Gelandet sind sie in einer Köln-Mülheimer Eckkneipe namens "Ohne Ende". Irgendwann hat Rudi die Nase voll und verschwindet nach Spanien, um ein Hotel zu eröffnen. Seine Freundin Kati (Outi Mäenpää aus "Zugvögel") läßt er mit Jan zurück, der seit Jahren in sie verliebt ist. Als die beiden entdecken, daß Rudi ihnen nur Schulden hinterlassen hat, reist Jan ihm nach und findet ihn in Playa del Futuro...
Liebevoll, unspektakulär und in ruhigen Bildern erzählt Regisseur Lichtefeld seine Geschichte, er versucht in keinem Moment, sie mit Tricks und Effekten aufzubauschen, die ihnen nicht entsprechen. Er liebt das Lakonische und den sanften, melancholischen Humor mehr - und erinnert darin natürlich an Kaurismäki. Seine Figuren sind sympathische Loser, die sich aber immer wieder aufrappeln.

2005, 94 Min. <br>Regie:Peter Lichtefeld<br>Darsteller: Hilmi Sözer, Peter Lohmeyer, Nina Petri