Neue Wut

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Vorstellungen vom 05.09.2005 bis zum 14.09.2005.

Infos

Aprildemonstrationen gegen die Agenda 2010, Proteste gegen Hartz IV, Arbeitskämpfe bei Mercedes, Opel und VW. Es ist vor allem Wut, die die Menschen treibt: Wut über die Praxis- oder Studiengebühr. Wut über Lohn- und Personalabbau. Wut über die schamlose Bereicherung bei "denen da oben" und immer neue Einsparungen "bei denen da unten". Und hinter dieser Wut steht oft genug blanke Angst. Die Angst, endgültig sozial abzustürzen.Die Langzeitbeobachtung "neueWUT" begleitet "einfache Demonstranten" und sogenannte "Rädelsführer", die sich gegen den "Rückbau des Sozialstaates" zur Wehr setzen. Sie kommen aus den unterschiedlichsten sozialen und politischen Milieus, finden zu neuen Gemeinsamkeiten oder bekämpfen sich mitunter gegenseitig.Der Dokumentarfilm "neueWUT" schaut da intensiv hin, wo eine zunehmend hysterische aktuelle Berichterstattung immer öfter wegschaut: Woher kommt diese Wut? Sind es nur spontane Aufwallungen oder Vorboten einer neuen sozialen Bewegung? Für den Erhalt des Sozialen, gegen den blanken Terror der Ökonomie, für eine gerechte Globalisierung? Oder erleben wir zur Zeit das letzte Gefecht zur Verteidigung des deutschen Sozialstaates, der schon bald einem globalen "Turbo- Kapitalismus" mit notdürftiger Armenfürsorge Platz macht? Fragen, auf die im Film nicht nur Arbeitslose und Automobilarbeiter antworten, sondern auch der Sozialethiker Prof. Friedhelm Hengsbach, Gewerkschaftsführer wie Michael Sommer oder Politiker wie Wolfgang Clement.neueWUT" liefert eine spannende Innensicht dieser sozialen Protestbewegung. Ihrer Vor- und Rückschritte. Der Schwierigkeiten, zu Gemeinsamkeiten zu finden. Die filmische Langzeitbeobachtung zeigt, wie etablierte Politik und Medien reagieren und was geschieht, wenn die erste Wut verraucht ist und sich nichts oder nur wenig ändert.

Am 05.09.05 anschliessende Diskussion mit:

• Pedram Shahyar (attac),

• Ulrich Peter (Berlin von Unten/verdi-Linke/WASG),

• Wolfgang Pomrehn (Jouurnalist),

• Roland Klautke (attac, Berliner Sozialbündnis, Montagsdemo, WASG),

• N.N. (FELS/für eine linke Strömung) angefragt !!!!!
Die Veranstaltung ist eine Kooperation von LaborB* (www.laborb.org) und dem ACUD Kino und wird unterstützt durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung und die DGB-Jugend Berlin-Brandenburg.

D 2005, 90 Min., R: Martin Keßler, Dokfilm