Happy End

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Infos

Frankreich, Österreich, Deutschland 2017
Sprache(OF): französisch
Regie: Michael Haneke
Drehbuch: Michael Haneke
Darsteller: Fantine Harduin, Isabelle Huppert, Jean-Louis Trintignant, Mathieu Kassovitz
110 min

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IMDb (english)

Michael Hanekes hartes, messerscharfes und zugleich unterhaltsames Drama

"Michael Hanekes Film HAPPY END beginnt mit Handybildern, wahrscheinlich einer französischen Snapchat-Variante. Die zwölfjährige Éve Laurent beobachtet gelangweilt die Routine ihrer Mutter im Bad und beim Gemüseputzen.
Ihre Chatkommentare erzählen davon, wie sehr Mutti nervt, und dass sie nie zuhört. Also macht Éve Tabletten-Experimente mit ihrem Hamster, und als der umfällt, mischt sie ihrer Mutter Antidepressiva und Malariatabletten ins Essen, woraufhin die ins Koma fällt.
Wir lernen die komplizierten Familienverhältnisse kennen, in die Éve nun gerät. Erst langsam erschließt sich, wer von diesen ultra-reichen Gestalten mit wem wie verwandt ist, und wer wen mit wem betrügt. Man lebt in impressionistischen Landhäusern, Renaissance-Schlössern, in Räumen mit barocken Wandmalereien. Alles stinkt von der Leinwand herunter nach fettem Geld und nach Hochkultur bis zum Abwinken.

Innerhalb dieser Gesellschaft herrschen Selbstzerstörung, Depression, Unterwerfungsfantasien, schlechte Gewissen und Rechtsanwälte, die schlechte Gewissen in möglichst geringe Abfindungen verwandeln. Die Familie hat einen Rechtsstreit wegen eines Arbeitsunfalls am Hals, Madame hat eine Affäre mit einem britischen Geschäftspartner, Éves Vater betrügt seine zweite Frau mit einer Cellistin, die auf harten, schmutzigen Sex steht, Grand-Père ist depressiv und versucht, eine Waffe zu kaufen.

Hanekes top besetzter Film erinnert an die bösen Gesellschaftssatiren von Claude Chabrol, ohne das Vergnügen an der Bosheit wirklich zu genießen. In Haneke lauert irgendwo ein großer, böser Satiriker, der sich nicht wirklich ans Licht traut, weil Haneke von der Bosheit zu empört ist. HAPPY END ist ein Vergnügen." indiekino

"Michael Haneke reißt in seinem grimmig-düsteren satirischen Drama „Happy End“ schonungslos die Fassade einer großbürgerlichen französischen Familiendynastie ein und schärft dabei einmal mehr den Blick auf gesamtgesellschaftliche Defizite." filmstarts.de

"Der Untergang einer Bauunternehmersfamilie, von Michael Haneke als raffiniertes Spiel mit Verweisen aufs eigene Werk inszeniert: unerbittlich wie immer, aber farcenhaft leicht wie noch nie." epd film

"Ein komplexes, minutiös detailliertes Mysterium…" Variety

"Die eisige Entmystifizierung der Oberschicht, die Michael Haneke mit der nötigen Grimmigkeit versieht. Am Ende glaubt man als Zuschauer kaum mehr an das Gute im Menschen, wohl aber an hohe Schauspielkunst." wessels Filmkritik

Evtl. zeigen wir den Film schon ab 02.11.17