Die chinesischen Schuhe

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Vorstellungen vom 26.08.2005 bis zum 11.09.2005.

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Aus der Vergangenheit flussaufwärts in eine Gegenwart rastloser Veränderung.

Auf den Spuren ihrer Großeltern begibt sich Tamara Wyss den Jangtse flussaufwärts, durch die Drei Schluchten bis in die großen Städte Sichuans. Gedreht wenige Wochen vor der Fertigstellung des Staudamms, treffen wir überall auf Zeichen eines großen und historischen Umbruchs. Alles ist in Bewegung, nicht nur die Flusslandschaft, die an uns vorüberzieht. Alte Städte werden abgerissen, neue gebaut, der Welt größter Staudamm lässt einen Fluss und mit ihm eine einzigartige Kulturlandschaft unwiederbringlich verschwinden. Nichts wird bleiben, wie es ist, auch die Landschaft der Drei Schluchten, die wir im Film sehen und die die Großeltern noch gekannt haben, wird in Kürze nur noch Geschichte sein.
Der Film richtet sein Augenmerk immer wieder auf die Menschen, denen Tamara Wyss während ihrer Reise begegnet. Mit erstaunlicher Offenheit und einer überraschenden Gelassenheit berichten sie von den Verwerfungen chinesischer Geschichte und den Folgen aktueller Politik für ihr Leben. Im Gepäck hat die Autorin Fotografien, Tonaufnahmen, Aufzeichnungen und Briefe ihrer Großeltern. Diese Dinge sind ihr „Reiseführer“ durch das Land und zu den Menschen. Zu ihnen kehrt der Film immer wieder zurück.

"Um Verlust geht es in diesem kleinen Film, den Verlust der Natur, des Ursprünglichen, Authentischen, Archaischen, um die Verwandlung von Welt in Themenparks." (SÜDDEUTSCHE ZEITUNG München)

Spannung erzielt der mit teils imposanten Bildern aufwartende Film durch das Nebeneinander von Tradition und Modernem, das von den Menschen naiv-begeistert angenommen wird.”

D 2004, 104 Min. teilw. OmU <br>R: Tamara Wyss