Das Schwein von Gaza

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Vorstellungen vom 13.09.2012 bis zum 03.10.2012.

Infos

Ein Fischer und ein Schwein auf irrwitziger Odyssee durch den Gazastreifen

Der Fischer Jafaar hat es nicht leicht: Statt großer Fische geht ihm bloß Unrat und plötzlich sogar ein Schwein ins Netz. Nun hat Jafaar ein gewaltiges Problem, denn Schweine gelten in Gaza als unreine Tiere und sind mehr als unerwünscht - darin sind sich die jüdische und die palästinensische Bevölkerung ausnahmsweise einig.

Der Unglücksrabe Jafaar versucht alles, um das lästige Schwein schnellstmöglich los zu werden und beginnt dabei einen skurrilen aber nicht ungefährlichen Handel, der seine klägliche Existenz verbessern wird.

DAS SCHWEIN VON GAZA ist eine herzerfrischende und kluge Komödie aus dem nahen Osten.

Regisseur Sylvain Estibal gelingt es mit seinem befreienden Humor manche nicht überwindbar erscheinende Hürde zu sprengen.

"Der Film lebt von den Absurditäten auf Seiten der Palästinenser wie der Israelis. Passend dazu wird das Schwein zur Friedenstaube. Da halten die Israelis das unreine Borstenvieh zum Aufspüren von Sprengstoff, damit es den heiligen Boden nicht berührt, wird es auf Holzbrettern gehalten oder kriegt auch schon mal Socken angezogen. Scheinheiliger geht's nicht.
Der auf dem Dach stationierte israelische Soldat guckt genauso gerne Telenovelas wie Jaffars Frau, darüber entspinnt sich sogar ein Gespräch. Die Ähnlichkeiten zwischen den verfeindeten Gruppen sind größer als die Unterschiede.
Estibal verschleiert nicht die Gewalt, sei es die von der israelischen Armee oder die von den menschenverachtenden Djihadisten. Die Opfer sind immer die Menschen, die eigentlich nur in Frieden leben wollen.
Die Form der Farce erlaubt einen sich sukzessive steigernden Surrealismus, die politischen Aspekte kommen ganz nebenbei zur Geltung - im Bild eines gefällten Olivenbaums, in der Räumung der Siedlung, in der Aufnahme eines lächerlichen Bekennervideos.
Über allem schwebt ein leichter Humor und eine zarte Poesie mit einer hoffnungsvollen Vision am Ende." mk. kino.de

Frankreich 2011, 98 min, FSK: 12, R: Sylvain Estibal, Mit: Ulrich Tukur, Sasson Gabay, Baya Belal u.a.