Absurdistan

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Vorstellungen vom 10.04.2008 bis zum 30.04.2008.

Infos

Ein abgeschiedenes Dorf, irgendwo zwischen Europa und Asien, in einer Zeit zwischen gestern und heute.
Seit ihrer Kindheit gelten Aya und Temelko als füreinander bestimmt. Nun fiebern sie endlich der ersten Liebesnacht entgegen. Die wird nach alter Tradition mit Hilfe der Sterne festgelegt und mit einem gemeinsamen Bad begonnen.
Doch kurz vor dem ersehnten Termin versiegt der Brunnen! Als die Männer des Dorfes keinerlei Anstalten machen, den Schaden zu beheben, greifen die Frauen zu einem drastischen Mittel: Sie werfen die Männer aus den Ehebetten, ziehen einen Zaun quer durchs Dorf, der Männer und Frauen trennt, und treten in einen Streik: ohne Wasser kein Sex!
Auch Aya schlägt sich auf die Seite der Frauen.
Um seine Liebe zu retten und die glücksverheißende Sternenkonstellation für die erste gemeinsame Nacht nicht zu verpassen, setzt Temelko alles daran, den Brunnen wieder zum Sprudeln zu bringen. Dabei muss er zu ungewöhnlichen Mitteln greifen...

„Wasser, du hast weder Geschmack noch Aroma. Man kann dich nicht beschreiben. Man schmeckt dich, ohne dich zu kennen. Es ist so, dass man dich zum Leben braucht: Du selbst bist das Leben“.

Antoine de Saint-Exupéry

Die Idee für den Film basiert auf einem kleinen Zeitungsartikel: 2001 sind im türkischen Dorf Sirt die Frauen in den Streik getreten. Solange die Männer nicht das Wasserrohr reparierten, verweigerten sie ihnen Sex. Vom dramatischen und komischen Potential dieses Streiks fasziniert, entwickelte Veit Helmer zusammen mit den Autoren Gordan Mihic („Schwarze Katze, Weißer Kater“) und Zaza Buadze das Drehbuch zu einer Liebesgeschichte zwischen zwei jungen Verliebten in Zeiten des Krieges zwischen Mann und Frau …

... Und so erwartet manchen Zuschauer angesichts dieses Filmes eine Erkenntnis, die auch Temelko und vor allem Aya machen – Wer liebt, dem wachsen Flügel. Das schwebende Gefühl, das Absurdistan mehrmals beschreibt und immer wieder in betörende Bilder packt – es dürfte auch nach dem Verlassen des Kinos noch einige Zeit nachwirken. kino-zeit.de

D 2007, 87 Min., R: Veit Helmer, Mit: Maximilian Mauff, Kristýna Maléřová u.a.