180° Rule

Vorstellungen vom 11.11.2021 bis zum 12.11.2021.

Infos

2020
Sprache(OF): farsi
Regie: Farnoosh Samadi
Drehbuch: Farnoosh Samadi
Darsteller: Azita Hajian, Sadaf Asgari, Sahar Dolatshahi
83 min

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IMDb (english)

5. Visionär Film Festival Berlin – Encounters With New Talents

180° Rule ist ein innovatives Werk, das den Blick auf den Iran und Frauen erweitert. Es ist das Erstlingswerk von Farnoosh Samadi und wurde beim Toronto Film Festival 2020 gezeigt.

Es ist das persönliche und gleichzeitig ein Familiendrama von Sara, einer Lehrerin und emanzipierten Frau; sie raucht, fährt Auto, erzieht ihre Tochter in einer modernen Weise und ist nicht sehr zimperlich mit ihrem Ehemann Hamad, der unweigerlich unter dem sozialen und moralischen Paradigma leidet.
Sara versucht, sich über ihn hinwegzusetzen und trifft eine scheinbar harmlose Entscheidung, die ihr Schicksal und das ihrer Familie für immer verändern wird.

Geplagt von einem, für westlich geprägte Zuschauer*innen schwer nachzuvollziehenden Schuldgefühl, baut sie ein ungewöhnliches Sicherheitsnetz auf, das letztendlich ins Gegenteil umschlägt und aus dem sie nicht mehr entkommen kann. Eine unvermeidliche, einzigartige und ungerechte Erlösung. Das Ende.

Sahar Dolatshahi verkörpert die tragische Heldin brillant und wir können die dichte, erdrückende Last des Patriarchats spüren, die durch die jede Ritze zwischen Dunkel und Licht des Lebens im Iran dringt.
Maria Cera

Farnoosh Samadi
Farnoosh Samadi ist eine iranische Regisseurin, die ihren Abschluss an der Academy of Fine Arts in Rom gemacht hat. Sie hat drei Kurzfilme zusammen mit Ali Asgari gemacht: Bishtar az do saat (More Than Two Hours, 2013), The Girl (2014) und The Pain (2015). Die beiden haben auch bei The Silence zusammen Regie geführt, der in Cannes 2016 Premiere hatte.


Plot: A school teacher from Tehran is preparing to attend a wedding in northern Iran. When her husband suddenly forbids her to go, she makes a choice that will place her on a painful path to atonement. 180° Rule is an original piece that adds to the gaze on Iran and women. First work by Farnoosh Samadi, presented at the Toronto Film Festival 2020, the film is the personal and family drama of Sara, a school teacher, an emancipated woman: she smokes, drives the car, manages her daughter with modern lightness, not very soft with her husband Hamed, who nevertheless inevitably suffers as a moral and social paradigm. Sara tries to override him, making a seemingly innocuous decision that will forever change her destiny and that of her family. Crushed by a sense of guilt incomprehensible to us Westerners, she builds an unlikely safety net that will backfire and from which she will not be able to escape. Inevitable, unique, unjust redemption, the ending. Sahar Dolatshahi wears a tragic heroine best. We breathe the dense and oppressive patriarchal blanket between the folds of darkness and light of living in Iran. Maria Cera