The Mad Dog of Europe
Infos
Frankreich, Deutschland 2026
Sprache(OV): n/a
Regie: Rubika Shah
Drehbuch: Ed Gibbs, Rubika Shah
83 min
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IMDb (english)
Berliner Kinostart
Durch ´Citizen Kane´ wurde er berühmt, doch schon Jahre zuvor sorgte Herman J. Mankiewicz durch ein ambitioniertes politisches Filmprojekt in Hollywood für Aufruhr.
Neben den filmhistorischen Aspekten bietet THE MAD DOG OF EUROPE spannende Parallelen zu den aktuellen Einflussnahmen von Politik auf heutige Massenmedien und Kultur.
Im Jahr 1932 verfasste Herman J. Mankiewicz – der zehn Jahre später durch das Drehbuch zu *Citizen Kane* Weltruhm erlangen sollte – *The Mad Dog of Europe*, ein Anti-Nazi-Filmprojekt, das den Zerfall einer deutsch-jüdischen Familie zu Beginn von Hitlers Machtergreifung schilderte.
Das Drehbuch sagte eine politische und moralische Katastrophe voraus, die viele zu jener Zeit noch lieber verharmlosten oder ignorierten. Die Vereinigten Staaten nahmen jedoch in den 1930er Jahren eine weitgehend isolationistische Haltung ein. Traumatisiert durch den Ersten Weltkrieg und schwer getroffen von der Weltwirtschaftskrise, konzentrierte sich die amerikanische Gesellschaft auf ihre inneren Angelegenheiten und lehnte eine Einmischung in europäische Belange weitgehend ab.
Eine ähnliche Haltung herrschte in Hollywood vor: Obwohl einige Künstler Stellung beziehen wollten, fürchteten die großen Studios die wirtschaftlichen und diplomatischen Folgen eines offen antinazistischen Films – darunter das Risiko, ausländische Märkte zu verlieren und Spannungen mit Deutschland zu provozieren.
Dieses visionäre Drehbuch wurde daher von den Hollywood-Studios letztlich zu den Akten gelegt und trotz mehrerer engagierter Versuche zu seiner Realisierung, nie verfilmt.
Die Geschichte dieses Filmes, der nie gedreht wurde, findet eine eindringliche Resonanz in den zunehmend gefährlichen ideologischen Bruchlinien unserer eigenen Zeit und dem wachsenden Druck der Politik auf die Kultur als Vorbote autoritärer Tendenzen.





