Rohbau

Filmgespräch
am 19.6. um 17:00 Uhr

Q&A im Anschluss
Ab Freitag, dem 19. Juni

Infos

Deutschland 2023
Sprache(OV): deutsch
Regie: Tuna Kaptan
Drehbuch: Fentje Hanke
Darsteller: Janina Elkin, Peter Schneider, Tristan Halilaj
Schnitt: Beatrice Babin
86 min
FSK 12

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IMDb (english)

„Rohbau“ & Arbeit, Migration und die Figuren, die sichtbar werden

Ein unter Druck stehender Bauleiter vertuscht den Unfall eines verunglückten illegalen Bauarbeiters und muss sich um dessen kleine Tochter kümmern, die unermüdlich nach ihrem verschwundenen Vater sucht.

Die Baustelle eines Luxusbauprojektes bei Nacht: Der ehrgeizige Bauleiter Lutz hat illegale Bauarbeiter angeheuert, um Kosten zu sparen. Doch es kommt zu einem tragischen Unfall. Am nächsten Tag wird ein Treffen mit Investoren plötzlich durch die 14-jährige Irsa gestört, die nach ihrem Vater sucht.
Während Lutz die Chance wittert, sich für ein millionenschweres Projekt zu profilieren, treibt Irsas Verzweiflung sie immer wieder zu ihm.
Um sie von seiner Baustelle fernzuhalten, entscheidet er sich, sie wegzubringen. Auf ihrer gemeinsamen Reise entwickelt sich eine Verbindung, geprägt von Nähe und Distanz, Schuld und Verantwortung.

Uraufführung 57. Internationale Hofer Filmtage

„Tuna Kaptan zeigt in seinem Debütfilm großes Gespür dafür, schwere Themen auf leichte Weise zu vermitteln“ taz

„Ein berührendes Roadmovie, das die Themen Migration und Ausbeutung mit der Liebe zur Heimat verbindet - ein Spielfilmdebüt mit Herzblut“ Kinokino

„Tuna Kaptan findet immer wieder Momente von Hoffnung und Menschlichkeit“ Süddeutsche Zeitung

„Sehenswert“ TV Movie

„Die feinziselierte, mutig und stark gespielte Charakterstudie erzählt vom Leben am Rande der Gesellschaft. Sie handelt von den Träumen und Hoffnungen derjenigen, die man kaum wahrnimmt, und thematisiert dabei ungeschönt auch die Schattenseiten ihres Daseins: die permanente Unsicherheit ihres Lebens, das Gefühl von Heimatlosigkeit, der Zwang, sich und seine Seele für illegale Arbeit zu verkaufen, weil man auch am Rande der Gesellschaft nicht ohne Geld leben kann.
„Rohbau“ zieht in Bann, auch wenn der Film eine Herausforderung ist. Er führt vor Augen, woran es der (westlichen) Gesellschaft mangelt: an (Mit-)Menschlichkeit.“ Filmdienst

„Man kann »ROHBAU« auch als eine Art Antwort auf Peter Thorwarths Bauarbeiter-Klamotte »WAS NICHT PASST, WIRD PASSEND GEMACHT« aus dem Jahr 2002 sehen, in der der – fingierte – Tod eines Schwarzarbeiters zum Ausgangspunkt einer Prollkomödie wurde. »ROHBAU« ist viel zugespitzter und auch böser. „ epd film

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Q&A mit:

* Tuna Kaptan, Regisseur, Drehbuchautor und Produzent

* Oleksandra BIienert, Historikerin, Fotografin und Menschrechtsaktivistin, Leiterin CineMova Ukrainian Empowerment Network e.V., Mitglied Landesbeirat Partizipation Berlin

* Lale Yildirm, Professorin für Didaktik der Geschichte an Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Geschichtskultur- und Migrationsforscherin

* Daniel Heinz, Soziologe am IMIS Universität Osnabrück, Forschung Produktion von Migration und migrantischen LKW-Fahrer*innen, Geschäftsführer pbb, Mitglied Landesbeirat Partizipation Berlin