Morgen sind wir frei

Vorstellungen vom 14.11.2019 bis zum 27.12.2019.

Infos

Deutschland 2018
Sprache(OF): deutsch
Regie: Hossein Pourseifi
Drehbuch: Hossein Pourseifi
Darsteller: Katrin Röver, Luzie Nadjafi, Morteza Tavakoli, Reza Brojerdi
96 min
FSK 12

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IMDb (english)

Berliner Kinostart | neues iranisches Kino

"1979 war das Schicksalsjahr für die iranische Gesellschaft: Nach der Revolution verwandelte Religionsführer Ruhollah Chomeini den Iran in einen rückwärtsgewandten, islamistischen Gottesstaat und überzog das Land mit Terror und Folter.
Das historische, auf Tatsachen basierende Drama „Morgen sind wir frei“ erzählt von einer idealistischen Familie aus der DDR, die in die Wirren jener Ereignisse gerät. Ein Film über den bedingungslosen Kampf um Freiheit, schwerwiegende Entscheidungen und politische Umwälzungen, deren Folgen bis heute spürbar sind.
Schonungslos und ungeschönt zeigt der dicht und geradlinig inszenierte Film die dramatischen Folgen für die Bevölkerung." programmkino

1979: Die „Islamische Revolution“ fegt über den Iran. Die ostdeutsche Chemikerin Beate (37) folgt ihrem Ehemann Omid (44), einem in der DDR lebenden, iranischen Dissidenten, voller Liebe und Hoffnung in dessen Heimat.
Doch nach der anfänglichen Aufbruchsstimmung wird das Leben für Beate und ihre Tochter Sarah (8) zur Hölle. Erfasst von Willkür, Gewalt und religiösen Doktrinen gerät das Land immer weiter in eine unbarmherzige Diktatur und Beate und Omid müssen eine verhängnisvolle Entscheidung treffen. Nach wahren Begebenheiten.

Im Sommer 1979, nach dem Sturz des Schahs und der Gründung der „Islamischen Republik“ im Iran, verlässt Beate mit ihrer Tochter Sarah die DDR und folgt ihrem Mann Omid, der nach 16 Jahren Exil wieder heimkehren kann.
Beate muss sich in einem fremden Land zurechtfinden, eine neue Sprache lernen, ihre Tochter erziehen. Sie will sich, selbstbewusst wie sie ist, in ihrem neuen Umfeld behaupten und ihr Leben, so gut es geht, nach eigenen Vorstellungen gestalten, was ihr auch in der ersten Zeit gut gelingt.
Bald jedoch wird ihr schönes, neues Leben vom gewaltsamen Wandel im Land überschattet, die politische Situation ändert sich radikal, das Leben der Menschen, insbesondere das der Frauen und Mädchen, wird stark eingeschränkt, eine religiös-konservative Kleiderordnung wird eingeführt, die auch für Beate und sogar Sarah gilt. Universitäten werden geschlossen, Beate kann dort nicht mehr arbeiten. Hunderte Zeitungen werden einfach verboten, Omid muss plötzlich untertauchen, um sich vor dem Übergriff der Revolutionswächter zu schützen.
Was Beate nicht nachvollziehen kann: trotzdem bleiben Omid und seine kommunistischen Parteigenossen der Revolution treu.

Während Beate instinktiv und aus dem Bauch heraus die Gefahren dieser Entwicklung für sich und ihre Familie zu erkennen vermag, lässt sich Omid von seinem Intellekt treiben und glaubt, dass die Probleme im Iran vorläufig und überwindbar sind.
Beate will, aus Liebe zu ihrem Mann, loyal sein und weiter bei Omid im Iran ausharren, damit ihre Familie zusammenbleiben kann. Gleichzeitig liebt sie ihre Tochter zu sehr, als dass sie akzeptieren kann, dass Sarah unter dem extrem-religiösen Joch der Mullahs erzogen wird.
Schließlich werden die politischen Verhältnisse unerträglich, und Beate will 1981 mit Sarah nach Berlin zurück, doch für Sarahs Ausreisegenehmigung müssen Beate und Omid ein enormes Opfer bringen.

„Die Revolution frisst ihre Kinder“ heißt es in Anlehnung an die französische Revolution. MORGEN SIND WIR FREI ist die dramatische Geschichte einer Frau, welche die historische Wahrhaftigkeit dieses Zitats auf schmerzlichste Art und Weise erfährt.