Betongold - Wie die Finanzkrise in mein Wohnzimmer kam

Filmgespräch
am 5.11. um 19:00 Uhr

Die Regisseurin Katrin Rothe ist zu Gast. Moderation: Ira Kormannshaus

Termin

Di res.

Infos

Deutschland 2013
Sprache(OF): deutsch
Regie: Katrin Rothe
52 min

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GRENZFÄLLE 2019 | Zion goes Kiez

"Das Haus in Berlin-Mitte, in dem Regisseurin Katrin Rothe lebt, wechselt eines Tages den Besitzer.

Dieser Investor erscheint zunehmend als übermächtiger Feind, dem die Mieter hilflos gegenüber stehen - trotz ihrer Mietverträge.

Eine Dokumentation über den europäischen Immobilienboom, Angst und die Unsicherheit der Betroffenen.

Vor sechs Jahren wurde die globale Finanzkrise durch amerikanische Immobilienkrediten ausgelöst. Jetzt droht die nächste Immobilienblase: In Europa investieren Anleger nicht mehr in Aktienfonds, sondern in sogenanntes Beton-Gold.

Der Dokumentarfilm erzählt emotional und berührend die Geschichte einer Hausgemeinschaft, die plötzlich in den Strudel des Immobilienhypes gerät. Mit ihrer Kamera hält die Ich-Erzählerin den monatelangen Kampf der Mieter gegen Einschüchterungen und Schikanen fest.

Was sie nicht filmen darf, zeichnet sie.

Die Filmemacherin thematisiert den schleichenden städtischen Umbau der Eigentumsverhältnisse und zeigt dabei auch die innere Zerrissenheit der Betroffenen, denen - wenn sie nur schnellstmöglich ausziehen - immer höhere Abfindungen angeboten werden. Doch was tun mit all dem Geld? Eine Wohnung anzahlen, Schulden machen? Selbst in Beton-Gold investieren?" arte.tv

Preise:
Der lange Atem, 3. Preis, Akademie der Kuenste
3Sat-Dokumentarfilmpreis bester deutschsprachiger Film 2013
Duisburger Filmwoche
Adolf-Grimme-Preis 2014

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Vor dreißig Jahren fiel die Mauer, die Berlin und Deutschland teilte. Die Zionskirche war zu diesem Zeitpunkt schon länger ein Ort oppositionellen Denkens und Handelns. In der Umweltbibliothek, unter dem schützenden Dach kirchlicher Räume, wurde in diesen Jahren eine kleine Zeitschrift gedruckt, die den Titel „grenzfall“ trug.
Dreißig Jahre später laden wir ein, über Grenzfälle unterschiedlicher Art nachzudenken und Grenzgängern in der Musik und bildenden Kunst, in Literatur, Gesell-schaft und Kirche zu begegnen.

Eintritt frei - Spenden sind willkommen.