Anton's Right Here (Anton tut ryadom)

Vorstellung am 23.12.2022

Infos

Russland 2012
Sprache(OF): russisch
Regie: Lyubov Arkus
Drehbuch: N/A
110 min

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IMDb (english)

Festivalperle

Der Film «Anton's Right Here» ist 10 Jahre alt. Im Dezember 2022 finden aus diesem Anlass Kinovorführungen in Petersburg, Berlin, Ekaterinburg, Tel Aviv, Tbilissi, London, Novosibirsk u.a. Städten statt.

Im Dezember kommt Lyubov Arkus Dokumentarfilm über den jungen Autisten Anton Kharitonov «Anton's Right Here» wieder in die Kinos. Mit der Premiere des Filmes vor zehn Jahren begann auch die Geschichte der gleichnamigen gemeinnützigen Stiftung zur Unterstützung von erwachsenen Autisten.
Gleichzeitig wird ein Video uraufgeführt über die Arbeit der Stiftung «Anton's Right Here».
Anton Kharitonovs Leben zehn Jahre nach Erscheinen des Films.

Die Einnahmen aus den Kartenverkäufen kommen dem Hilfsprogramm für Familien mit autistischen Kindern zugute.

«Anton's Right Here» war das Regiedebüt der Filmwissenschaftlerin Lyubov Arkus. Der Film lief 2012 außer Konkurrenz beim 69. Filmfestival von Venedig. Der Film erzählt die Geschichte eines jungen Mannes mit Autismus, der sich in einem psychiatrischen Heim befindet - ein Ort, aus dem es normalerweise keinen Weg heraus gibt.

Wie kann man den Schmerz eines anderen Menschen nachempfinden? Der Protagonist dieses Films ist Autist. Er lebt zwischen einer heruntergekommenen Wohnung am Rande der Großstadt und einem Krankenhaus für Geisteskrankheiten.
Die Kamera begleitet Anton kurz bevor er Patient eines psychiatrischen Heimes wird; einem Ort, an dem Menschen mit seiner Diagnose nicht lange leben.
Autorin - Kamera - Protagonist. Der Abstand zwischen ihnen schwindet mit jeder Minute, die Autorin sieht sich gezwungen, ins Bild zu treten und zur Handelnden in der Geschichte zu werden. Aber dies ist keine Geschichte, wie ein Mensch einem Anderen hilft, sondern wie ein Mensch sich in einem Anderen wiedererkennt. Es geht um den Anderen in jedem von uns, den wir jeden Tag in uns selbst töten müssen, um zu überleben.

Nach der Veröffentlichung des Films wurde die gemeinnützige Stiftung zur systemischen Unterstützung von Menschen mit Autismus «Anton's Right Here» gegründet. Heute ist «Anton's Right Here» angewachsen auf sechs Einrichtungen in Petersburg, 17 Hilfsprogramme, 13 inklusive Werkstätten und Hunderte Familien, die monatlich kostenlose Hilfe erhalten.

Information über die Stiftung: https://antontut.ru/about

Festivals and Awards:
2012 The 69th Venice Film Festival, special screening (noncompeting); winner of the Mouse d’Argento (Silver Mouse) award from Italian online critics
2012 International Abu-Dhabi Film Festival, the Best Debut Film
2013The Golden Eagle National Award in Cinematography for the Best Non-Feature Film


Plot: How is it possible to feel someone elses pain? The hero of this film is an autistic boy. His life is divided between an apartment with peeling walls on the outskirts of a large city, and a mental hospital. Anton comes into the frame when he is on the point of becoming a patient at a residential neuropsychiatric institution, a place where people with the sort of diagnosis that he has do not live long. The author, the camera, the hero. The distance between them shrinks with every passing minute, and the author has to enter the shot and become a character in the story. However, it is not a story about how one person helped another, but about how one person recognized herself in another. About how there is Another who lives in each of us and must be destroyed every day inside of us in order to survive.