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Vorstellung am 19.05.2006

Infos

control: BUKO congress

Source führt uns den weiten Weg ans kaspische Meer in das Ölgebiet Baku in Aserbaidschan. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren die Ölfelder von Baku die größten der Welt. Sie erbrachten die Hälfte der Welterdölproduktion. Als die Ölreserven an Land zu schwinden drohten, wurden die Bohrungen auch in das Meer ausgedehnt. Am 25. Mai 2005 wurde die Baku-Tiflis-Ceyhan-Pipeline in Betrieb genommen, mit 1.760 Kilometern Länge die längste und technisch aufwändigste Pipeline der Welt.

Doch von all dem Geschäft kann die Bevölkerung kaum profitieren, ganz im Gegenteil. Der soziale Standard, den wir in Baku vorfinden, ist erschreckend. Die Gegend ist geprägt von bitterer Armut. Verseuchte Böden zerstören die landwirtschaftlichen Einnahmequellen, das Vieh weidet neben Öllachen und der Lohn der Arbeiter reicht kaum zum Leben. Doch während die Menschen versuchen sich Gehör zu verschaffen, verschließen die örtlichen und internationalen Ölkonzerne die Augen. Schamlos kaschieren sie ihre ausbeuterischen Interessen, verstrickt in ein Netz von Korruption und Profitgier.

Source bringt diese Umstände nicht nur dokumentarisch, sondern auch mit kleinen filmischen Tricks zum Ausdruck.

Der Film wurde auf dem Dokumentarfilmfest Leipzig 2005 mit dem Preis für den besten osteuropäischen Dokumentarfilm ausgezeichnet.

Regie: Martin Marecek, CZ 2005, Doku., 75 Min., OmeU