Wenn Wolken sich auflösen

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Vorstellung am 14.07.2008

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FDCL e.V. und Rettet den Regenwald laden ein zu einem Film- und Gesprächsabend

Zu Gast ist José Cueva. Er ist Landwirt und Kaffeebauer, lebt und arbeitet in der Zone der Bergnebelwälder des Intag im Nordwesten Ecuadors.

Anlässlich seines Besuches hat uns das New Yorker Filmteam von Clearfilms freundlicherweise ihren auf internationalen Filmfestivals mehrfach ausgezeichneten Film „When Clouds Clear“ zur Verfügung gestellt.

Der Film dokumentiert den jahrelangen Kampf der BewohnerInnen des Intag gegen ein geplantes Bergbauprojekt, das Kupfer erschließen soll.

Die Hälfte der Einnahmen des Abends (Karten kosten 5€ pro Person) geht direkt an die Coordinadora Zonal de Intag, in der José Cueva mitarbeitet.
Von der Hauptstadt Quito sind es 150 Kilometer oder 5 Autostunden in nordwestlicher Richtung. Dort, in einer Höhe zwischen 1500 bis 2500 Metern, liegt das Inta-Gebiet. Einzigartige Nebelwälder kennzeichnen diese Region. Wolken verhüllen die Berge, an denen sie abregnen und so den Wasserhaushalt der Region speisen. Die Flora und Fauna steht der des Amazonasregenwaldes in nichts nach.

Doch der Naturreichtum über dem Erdboden ist bedroht.

Unter dem Gebiet einiger Dörfer des Intag, in dem insgesamt 15.000 Menschen leben, befinden sich riesige Kupfervorkommen, die ausgebeutet werden sollen. War es Mitte der 1990er Jahre ein japanisches Unternehmen, so ist es gegenwärtig die US-amerikanische Ascendant Copper Corporation, die in der Region tätig ist.
Doch seit den ersten Versuchen den Kupferabbau mit staatlicher Unterstützung zu initiieren, regt sich dagegen vor Ort Widerstand.

Der Kampf im Intag ist einer der ältesten in Lateinamerika und der älteste in Ecuador. Die Menschen verteidigen ihre lokale Lebens- und Wirtschaftsweise, den Bergregenwald und die einzigartige Biodiversität.

Viele lokale Organisationen und Bürgerbewegungen entstanden im Zuge des Kampfes. Sie organisieren die lokale Bevölkerung, leisten Informations- sowie Aufklärungsarbeit und betreiben alternative Entwicklungsprojekte.
All dies tun sie unter dem enormen Druck der verschiedenen Akteure, die den Bergbau durchsetzen wollen. Dazu zählen auch paramilitärische Kräfte, die Leute bedrohen und einschüchtern, die sich dem Bergbauprojekt entgegen stellen.

José Cueva ist aktiv als Landwirt und Kaffeeanbauer für eine alternative Entwicklung im Intag. Er ist Mitglied der Coordinadora Zonal de Intag, einer Gruppierung, welche die lokalen Gemeinde- und Dorfverwaltungen, Organisationen und einfachen BürgerInnen vereint. Mit einer Gruppe von lokalen EinwohnerInnen haben sie die Kaffeebauernorganisation Asociacion de Caficultores Rio Intag ins Leben gerufen.

77 Min, OmU, Clearfilms (http://www.clearfilms.org)