Titicaca und die verschwundenen Gesichter (Titiqaqa y los rostros desaparecidos)

© Saywa Films
Vorstellungen vom 24.04.2017 bis zum 07.06.2017.

Infos

Peru 2017
Sprache(OF): spanisch
Regie: Heeder Soto
75 min

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Nochmals nach der Premierentour! Film und Gespräch mit dem Regisseur

"Die Kampagne Bergwerk Peru - Reichtum geht, Armut bleibt" lädt ein

Bergbau und soziale Konflikte am Titicacasee - Der höchste schiffbare See der Welt geht uns alle an!

Der Film des peruanischen Dokumentarfilmers Heeder Soto handelt von den sozialen Konflikten in Peru, Bolivien und Deutschland, ihren Ursachen und Konsequenzen.
Der Schwerpunkt des Filmes liegt auf der südlichen Region Perus (am Titicacasee). Der Film verdeutlicht die extreme Situation in der höchsten Stadt der Welt „La Rinconada“, die auf 5200 Metern liegt.
Dort findet Menschenhandel statt, Frauen aus Bolivien und Peru werden als Sexsklavinnen gehalten und für Rituale im Bergbau getötet.
Schwermetalle aus „La Rinconada“ und anderen Mienen fliessen in die Flüsse und in den Titicacasee. Viele Menschen und Tiere sind schwer beeinträchtigt von den Bergbauaktivitäten.

Der Film gibt den Menschen eine Stimme, die gegen Bergbau, Wasservergiftung und für eine gerechtere Welt kämpfen (in Peru, Bolivien und Deutschland/Region Köln).

Zwei Zitate von Aktivisten, die im Film vorkommen: Sabino Soncco (Aktivist aus Crucero): „Wir sind seit ca. 18 Jahren im Kampf. Ramis ist ein toter Fluss....Wir essen die Produkte von den Tieren, die durch Quecksilber vergiftet sind und sterben auch nach und nach...es gibt einige Personen, die in den Mienen gearbeitet haben. Sie kehren mit großen Alkoholproblemen zurück. Sie haben keine Hoffnungen mehr. Sie kümmern sich nicht mehr um ihre Kinder....Eines Tages werden die Touristen merken, was hier passiert und werden unseren Titicacasee nicht mehr besuchen“.
Maruja Inquilla (Aktivistin aus Coata): „Es gibt viele Kinder, die an Durchfall in Coata gestorben sind. Du kannst sie auf dem Friedhof besuchen. Das ist nicht normal. Auf den Sterbeurkunden stehen allerdings andere Krankheiten. In der Krankenstation wollen sie nicht, dass die wirklichen Ursachen bekannt werden. Die Vergiftung des Wassers. Diese Wahrheit kann ich nicht verdecken, deshalb gehen wir auf die Strasse und kämpfen gegen die Wasserverschmutzung. Alle Abwässer von Juliaca werden ungefiltert in den Fluss geleitet und dieses Wasser trinken die Menschen hier in Coata“.

Regisseur Heeder Soto ist Künstler, Ethnologe, Menschenrechtsaktivist und Dokumentarfilmer. 2014 veröffentlichte er den Film „Wanderer der Erinnerung“ (Caminantes de la memoria), der in vielen Festivals und Ländern gezeigt wurde