Reverdeciendo

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Vorstellung am 15.08.2011

Infos

Fleisch frisst Land-Alternativen zum Sojaanbau in Südamerika

Der Anbau von genmanipulierter Soja in Südamerika breitet sich immer mehr aus. Die in riesigen Monokulturen produzierten Sojabohnen werden zum größten Teil nach Europa exportiert und hier als Futtermittel für die Viehwirtschaft verwendet. Die sozialen und ökologischen Folgen der expandierenden Sojaplantagen in Argentinien, Brasilien und Paraguay für Mensch und Umwelt sind dabei verheerend. Das argentinische Filmkollektiv „Chaya Comunicación“ hat bereits mehrere Filme über das industrielle Landwirtschaftsmodell in Südamerika und seine Folgen produziert.
Ihr neuester Film „Reverdeciendo“ („Das Wiederergrünen“) widmet sich den vielfach bereits praktizierten Alternativen zur Sojamonokultur und zur industriellen Land- und Ernährungswirtschaft in Lateinamerika. Am Beispiel mehrerer Länder der Region (Argentinien, Paraguay und Kuba) werden verschiedene alternative Ansätze vorgestellt, etwa der kleinbäuerliche ökologische Anbau, Gemeindegärten, Saatgutmärkte und Nahrungsmittelkooperativen. Ein erster Film („Reverdecer“) hatte zuvor 2007 die negativen Folgen der Sojamonokulturen aufgezeigt.Bei der Filmveranstaltung am 15. August im Berliner Kino Acud wird zunächst eine Kurzfassung von Reverdecer gezeigt. Anschließend wird der erst kürzlich fertig gestellte Dokumentarfilm Reverdeciendo vorgeführt. Els Wijnstra, eine der FilmemacherInnen von Chaya Comunicación aus Buenos Aires, wird anschließend für ein Publikumsgespräch zur Verfügung stehen. In diesem sollen Alternativen zum monokulturellen Anbau von genmanipulierter Soja in Südamerika sowie die Mitverantwortung europäischer Nahrungsmittelproduzent_innen und -konsument_innen für die Folgen der Sojaexpansion in Südamerika (Vertreibungen, Landkonzentration, Umweltbelastungen, Pestizidvergiftungen) thematisiert werden. Außerdem sollen Möglichkeiten zur Reduktion der südamerikanischen Sojaexporte in Südamerika selbst sowie hier in Europa vorgestellt werden. An dem Gespräch nimmt daneben ein_e Vertreter_in der Kampagne „Meine Landwirtschaft“ (angefragt) teil, der die Bemühungen deutscher ökologisch wirtschaftender Landwirte schildern wird, den Importbedarf für südamerikanische Soja durch die Förderung des heimischen Futtermittelanbaus zu verringern.
Weitere Infos:
chaya comunicación
FDCL Berlin
Eine Veranstaltung von FDCL e.V., Lateinamerika Nachrichten e.V. und globale Filmfestival.

Argentinien 2011; 57min; span. mit engl. UT; ein Dokumentarfilm von chaya comunicación