Nirgendland

Vorstellungen vom 05.05.2015 bis zum 12.05.2015.

Infos

Deutschland 2014
Sprache(OF): deutsch
Regie: Helen Simon
Drehbuch: David Lindner Leporda, Helen Simon, Katharina Köster
Darsteller: Isabelle F., Johanna T., Tina R.
77 min
FSK 16

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IMDb (english)

Drei Generationen von einem schrecklichen Familiengeheimnis zum Schweigen gebracht

Ein grausiges Familiengeheimnis und eine Gesellschaft, die sich weigert, die Realität hinter verschlossenen Türen zu sehen, zerstören eine Frau und ihre Tochter.

Als Kind hatte Tina, die mittlerweile in ihren Fünfzigern ist, unter dem sexuellen Missbrauch durch ihren Vater zu leiden. Als Abwehrreaktion blendete sie die Vorfälle aus und verschloss ihre Erinnerungen tief und fest, sodass sie weiterhin die Illusion einer heilen Familie aufrechterhalten konnte.
Für Tina war es ein Weg, mit den schrecklichen Geschehnissen umzugehen, doch ihre Verdrängung wurde für die eigene Tochter zum Verhängnis. Der Vater missbrauchte nämlich auch seine Enkelin, die sich zunächst in Drogen und Prostitution flüchtete und schließlich sogar das Leben nahm.
Tina blickt heute auf die schrecklichen Erlebnisse zurück, auf den Verlust ihrer Tochter und den vergeblichen Versuch, den Täter zur Rechenschaft zu ziehen – nach einer Anklage verbleibt Tinas Vater straffrei.

"Der Dokumentarfilm von Helen Simon ist mehr als Fallgeschichte: eine böse Lektion über familiären Kindesmissbrauch und kollektive Verdrängung, aber auch das Porträt einer mutigen Frau, die sich nicht schont." epd film

"Viele Dokumentarfilme, die ins Kino kommen, sind inhaltlich und formal von bedenklicher Beliebigkeit. In einem viel zu großen Niemandsland der Selbstversuche, Personenkulte und agitatorischen Einseitigkeiten erschüttert "Nirgendland" bis ins Mark." kino-zeit.de

"Ein wichtiger, ein äußerst erschütternder, aber auch ein sehr erhellender Film, der einen eigentlich unfassbaren Tatbestand greifbar macht." spielfilm.de

Münchner DOK Fest 2014 - DOK-Preis

Am Dienstag, 06.05. um 19.00 Uhr Film und anschl. Gespräch