Die Tänzerin - Ikone des Jugendstils

Vorstellungen vom 01.01.2010 bis zum 08.01.2017.

Infos

Frankreich, Belgien, Tschechische Republik 2016
Sprachen(OF): englisch, französisch
Regie: Stéphanie Di Giusto
Drehbuch: Giovanni Lista, Sarah Thibau, Stéphanie Di Giusto, Thomas Bidegain
Darsteller: Gaspard Ulliel, Lily-Rose Depp, Mélanie Thierry, Soko
112 min

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IMDb (english)

Niemand hätte ahnen können, dass Loïe Fuller, die Tochter eines Rodeoreiters irgendwo aus dem amerikanischen Westen, zum Star der Belle Époque in Europa werden würde.
Unter Metern von Seide, die Arme verlängert durch Holzstäbe, erfand sie ihren Körper auf der Bühne jeden Abend neu und verzauberte das Publikum mit ihrem revolutionären Tanzstil. Mit ihrem magischen Serpentinentanz aus Stoff und Licht wird sie zum neuen Stern am Pariser Nachthimmel und in den Folies Bergère gefeiert, wie keine zweite Künstlerin ihrer Zeit.
Ihr schonungsloser Köpereinsatz und das blendende Licht der Bühne schwächen sie zunehmend, doch vom Perfektionismus getrieben, gibt Loïe nicht auf. Unterstützung findet sie in ihren Bewunderern. Der melancholische Adlige Louis fasziniert sie und wird zu einem Seelenverwandten. Die sanfte Gabrielle Thierry erdet und umsorgt sie. Die junge, grazile Tänzerin Isadora Duncan beflügelt sie, aber bringt sie auch fast um ihren Verstand.
Am Ende muss Loïe ihren Weg alleine gehen, um ihren persönlichen Traum zu leben: das Publikum der Pariser Oper mit ihrem Tanz zu betören. Ein außergewöhnliches Schicksal, ein einzigartiges Leben, eine Frau, die ihrer Zeit voraus war!

Sie war die berühmteste Tänzerin ihrer Zeit, verehrt wie ein Popstar und hofiert wie eine Königin, doch heute ist Loïe Fuller (1862 – 1928) so gut wie vergessen. Eine historische Ungerechtigkeit, die die französische Filmemacherin Stéphanie Di Giusto wettmacht, indem sie der Pionierin des modernen Tanzes mit DIE TÄNZERIN ein eindringliches filmisches Denkmal setzt.
Ihr Regiedebüt zeigt Fuller als unvergessliche Rebellin, die im ausgehenden 19. Jahrhundert mutig künstlerische Grenzen sprengte und auch das Verständnis davon, was es bedeutet, eine moderne Frau zu sein. Mit großer Nähe zu ihrer einzigartigen Heldin entwirft Di Giusto in faszinierenden Bildern ein Sittenbild der Belle Époque, das Fullers Lebensweg von der Wildnis des amerikanischen Westens bis in die heiligen Hallen der Pariser Oper nachzeichnet.

"...mit atemberaubenden Tanzszenen. Sehenswert." zdf

"romantisch und poetisch" cosmopolitan

"mitreißendes, filmisches Denkmal" programmkino.de

"Ein berauschender Film, der seine Magie aus Farben, Lichtspielen und Bewegung bezieht und damit ganz nah am Herzen des Kinos schlägt." indie kino