Das Venedig Prinzip

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Vorstellungen vom 03.01.2013 bis zum 13.03.2013.

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Ein Lehrstück darüber, wie öffentliches Gut zur Beute einiger Weniger wird.

"Vor 20 Jahren lebten 125.000 Menschen in Venedig, heute sind es nur noch 58.000 – wenig mehr als zu Zeiten der Schwarzen Pest im 17. Jahrhundert.
Wohl nirgendwo ist das Phänomen der Gentrifizierung extremer am Werk als hier.
Der Dokumentarfilmer Andreas Pichler beobachtet die Lagunenstadt dabei, wie sie sich nicht langsam, sondern rasend schnell in ein Disneyland verwandelt. Während immer mehr Venezianer auf das Festland ziehen müssen, strömen immer mehr Touristen in die Stadt.
Der Film wird zu einer stilistisch brillanten Abrechnung mit einem rücksichtslosen Milliardengeschäft." programmkino.de

Durch das Auge der Kamera wirkt es, als würde eine Armada gigantischer Kreuzfahrtschiffe die grazilen Bauten Venedigs zerdrücken; aus dem Inneren der Stadt, durch enge Torbögen nimmt sie die weißen Riesen immer wieder in den Blick, die wie ein schwimmender Wolkenkratzer über den Häusern der Stadt aufragen und sie von allen Seiten zu belagern scheinen.
Es sind Bilder wie diese, die Pichlers Film zu einem visuellen Erlebnis machen und unbedingt auf die Leinwand gehören. ...
Ganz konkret und ohne Larmoyanz erzählt der Film vom Verschwinden einer einzigartigen Art zu leben.

Ein Requiem auf eine immer noch grandiose Stadt.

Ein Lehrstück darüber, wie öffentliches Gut zur Beute einiger Weniger wird.

Ein Hohelied auf die letzten Venezianer, ihren Witz und ihr Herz.


Das Venedig Prinzip. Eine Stadt geht baden.

D/A 2012, 80min, OmU, FSK: 0, Dokfilm, B+R: Andreas Pichler, K: Attila Boa