Als wir die Zukunft waren

Vorstellungen vom 26.02.2016 bis zum 22.03.2016.

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2015
87 min
FSK 0

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Der Osten, das waren die Mütter, schön und stark. Manchmal zerbrachen sie daran...

Sieben Geschichten aus einem verschwundenen Land.
LARS BARTHEL, GABRIELE DENECKE, PETER KAHANE, THOMAS KNAUF, RALF MARSCHALLECK, HANNES SCHÖNEMANN, ANDREAS VOIGT

"Generationen definieren sich über Zukunft – mal gibt es zu wenig, mal zu viel davon. Der Generation der in den 50er Jahren in der DDR Geborenen hatte man von früh an eingetrichtert, dass sie die Zukunft des Sozialismus wären. Ganz schön viel Verantwortung. Und irgendwie schiefgegangen.

Die sechs Regisseure und eine Regisseurin des Omnibusfilms verbindet neben der Sozialisation auch, dass sie alle für die DEFA gearbeitet haben. Dennoch sind ihre Erinnerungen an die Kindheit in einem Land, das noch vom Krieg gezeichnet, aber im Aufbruch war, stilistisch höchst unterschiedlich gestaltet: vom strengen Bildkonzept bis zum überbordenden Einsatz von Animation oder gespielten Szenen.
Am stärksten geraten sie, wenn sie visuell konzentriert assoziative Freiräume eröffnen, oder wenn es gelingt, mit dem Wissen des Erwachsenen aus der Perspektive des Kindes zu erzählen. Es sind zumeist Kinder, denen zunächst der Vater abhandenkommt und dann der Glaube an den Sozialismus. Ein interessanter Aspekt, dass der Westen nicht nur das duftende Westpaket, Indianerfilme, Spielzeugpistolen oder Onkel Alfred war, sondern oft ebenso der ausgereiste Vater. Und auch die dagebliebenen Väter waren zumeist abwesend.
Der Osten, das waren die Mütter, schön und stark. Manchmal zerbrachen sie daran.

Das Problem war am Ende, dass der Sozialismus seinen Kindern nicht vertraute. Ihre Erzählungen sind wie das Echo einer Utopie." dok Leipzig

"Eine spannende Reise zurück in eine antiquiert und unwirklich wirkende Zeit, die der Film mit kunstvoll eingewobenen und verspielten Animationen greifbar macht und auf verspielte Art und Weise anreichert." programmkino.de