Allende - Der letzte Tag

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Vorstellungen vom 28.01.2005 bis zum 02.02.2005.

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“Wir waren niemals so frei wie in diesen drei Jahren. Wir waren niemals so glücklich wie in diesen drei Jahren. Es war, als könnten wir den Himmel mit unseren Händen berühren.” (Faride Zeran)
In den frühen Morgenstunden des 11. September 1973 bricht der lange erwartete Putsch des chilenischen Militärs unter General Pinochet gegen den drei Jahre zuvor gewählten Präsidenten Salvador Allende los. Allende verschanzt sich mit einigen Getreuen im Präsidentenpalast Moneda. Er weigert sich, auf das Ultimatum der Putschisten einzugehen und abzudanken. In einer letzten Radioansprache wendet er sich noch einmal an die chilenische Bevölkerung. Dann weist er seine Getreuen an, sich zu ergeben. Während das Militär bereits die Moneda stürmt, erschießt sich Salvador Allende in einem Nebenraum. Regisseur Michael Trabitzsch hat die überlebenden Weggefährten Allendes aufgesucht, die am 11. September an der Verteidigung der Moneda teilnahmen. Aus ihren Erzählungen und beeindruckenden, zum Teil bisher unveröffentlichten Archivaufnahmen entsteht das leidenschaftliche und bewegende Porträt Salvador Allendes jenseits aller Verklärung und ideologischen Vereinnahmung: Ein Mensch in der Revolte, dessen überwältigende Lebenslust die zentralen Werte Würde und Freiheit mit einschließt und der bereit ist, mit dem eigenen Leben dafür einzustehen. “Salvador ist gestorben, das ist wahr”, sagt sein alter Freund Carlos Jorquera. “Aber es ist auch wahr, dass er überlebt hat, mehr als dreißig Jahre.”

D 2004, 80 min., OmU, Mit: Isabel Allende, Carlos Jorquera, Juan Osses, Osvaldo Puccio, Juan Seoane, Faride Zerán u.v.a.