12 Tangos - Adios Buenos Aires

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Vorstellungen vom 21.12.2006 bis zum 31.01.2007.

Infos

In der „Catedral“, einem 200 Jahre alten Kornspeicher in Buenos Aires, spielt ein argentinisches Tango-All-Star-Orchester 12 bekannte Tangos, während sich die Gäste des allwöchentlichen Tangoballs dazu im Kreise drehen.

Im Mittelpunkt stehen der 71jährige Berufstänzer Roberto Tonet und die 20jährige Tänzerin Marcela Maiola. Tonet hat seine Rente während der Bankenkrise verloren, Marcela bereitet ihre Auswanderung nach Europa vor.

Um sie herum tanzen weitere Menschen, denen wir im Verlaufe des Films aus der „Catedral“ ins wirkliche Leben folgen: Dem 70jährigen Agit-Prop-Lyriker und Radio-Philosophen Alfredo Carlino, der eine psychologische Fachbuchhandlung in seinem Wohnzimmer führt; dem 50jährigen Zeitungsausträger Nestor Lopez, den sein Job kaum noch ernähren kann; den beiden Schulkindern Rodrigo und Fabiana, die im verarmten Tangostadtteil Pompeya wohnen. Rodrigo ist der Sohn bolivianischer Einwanderer, Fabiana lebt mit ihren drei Geschwistern alleine, seit die Mutter als Putzfrau nach Spanien gehen musste, um die Raten für ihre bescheidene Bleibe zu verdienen. Der Film begleitet den Abschied der Mutter und die zurück gelassenen vier Kinder.

Im angesagtesten Tangoschuppen der Stadt treffen wir natürlich auch auf die fünf Freaks der Trashrockband "Las Munecas", die hier in der "Catedral" leben, dort die Tangobälle ausrichten und Gardel-Lieder auf ihren E-Gitarren interpretieren.

Tango ist der Ausdruck von Krise und Hoffnungslosigkeit, und dieser Zusammenhang wird über die Geschichten dieser Tangotänzer deutlich, die die aktuelle Situation um Vermögen, Job und Einkommen gebracht hat.

In 12 Tangos erzählt der Film die Geschichten dieser Tänzer und ihrer Vorfahren. Tango, Krise, Ein- und Auswanderung fügen sich organisch darin ein, über die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft dieser Menschen wird die Geschichte des Tangos selbst erzählt und ein Porträt der Stadt Buenos Aires gezeichnet.

"... kein fröhlicher Tanzfilm, der alte Tango-Klischees von Machos und schönen Frauen bestätigt. ... Somit gelingt eine ausgewogene Reflexiion über den Tango als Ausdruck eines Lebensgefühls ..." epd Film

"Kenntnisreich, informativ und einfühlsam ... ohne jemals angestrengt didaktisch zu sein. Wie ein perfekter Tango, in dem das komplizierteste wie eine spontane Geste wirkt." TIP Berlin

"Beiläufig wehmütig und kraftvoll wie der Tango und seine Tänzer." ZITTY

"Entwurzelung, Melancholie, Sehnsucht und Abschied - selbst wer die Texte nicht versteht, kann anhand der Musik die großen Themen des Tangos erahnen." ila Bonn - Informationsstelle Lateinamerika

"Die große Tangostimme Jorge Sobral und der Bandoneon-Virtuose José Libertella haben hier einen ihrer letzten Auftritte. Sie starben einige Woche nach den Dreharbeiten." DER TAGESSPIEGEL, Berlin

"Tanzdoku mit Kultpotential" Cinema TV

"Hingabe und Leidenschaft"... "Arne Birkenstocks exzellente Dokumentation" .... "Die Dokumentation "12 Tangos" sollten Sie sich nicht entgehen lassen." AZ München

D 2005, 90 Min. OmU, R: Arne Birkenstock